Frankreich: Domaine Truchetet, Burgund

Neuer Stern am Bourgogne-Horizont

Die Verhältnisse an der berühmten – bisweilen berüchtigten – Côte d’Or, dem Herzstück des Burgunds, scheinen seit Jahrzehnten quasi in Stein gemeißelt wie die großen Namen in die Markierungssteine der sagenumwobenen Appellationen dort. Für Weine aus der Einzellage Romanée-Conti werden heute bis zu fünfstellige Summen aufgerufen – 2018 wechselte bei Sotheby’s in New York eine Flasche des Jahrgangs 1945 gar für umgerechnet fast eine halbe Million Euro den Besitzer. Das sind natürlich Ausnahmeerscheinungen, doch selbst im untersten Preissegment ist die Region aus verschiedenen Gründen überdurchschnittlich teuer – und keinesfalls immer überzeugend. Bezahlbares in wirklich guter Qualität muss man mit der Lupe suchen – echte Neuentdeckungen, die aufgrund ihrer geringen Bekanntheit (noch) nicht Spitzenpreise aufrufen, sind rar. Eine dieser unverhofften „Newcomer“ ist die Domaine Truchetet, die sich in jüngerer Zeit auf ein neues Qualitätsniveau steigern konnte.

Lange kaum beachtet

Die Domaine ist seit sechs Generationen im Besitz der Familie Truchetet. Seit 2019 wird sie von den Geschwistern Morgan und Julie geführt. Durch ihren Einfluss ist es bereits in den Jahren davor mehr und mehr gelungen, den Truchetet-Weinen auch in Fachkreisen bekannt zu machen. Zuvor war der Name eigentlich immer weit unter dem breiteren internationalen Radar geblieben und nur wenigen Bourgogne-Aficionados überhaupt ein Begriff. Das hat sich heute grundlegend geändert. Dabei bewegen sich die Preise noch immer in einem vergleichsweise niedrigen Bereich und wenn man – typisch deutsch – das schnöde „Preis-Leistungsverhältnis“ als Messlatte anlegt, sind sie auch in schwächeren Jahren durchweg eine sichere Bank.

Auf dem Weg an die Spitze

Dafür haben die Geschwister Truchetet offensichtlich hart gearbeitet und vieles im Weingut weiterentwickelt: Mit ihren rund fünf Hektar Weinbergen befinden sie sich auf dem Weg zu Biozertifizierung und ein Großteil der Arbeiten dort wird schonend, aber mühevoll von Hand erledigt. Das gilt selbstverständlich auch für die streng selektive Lese, die dann noch mal einen weiteren Kontrolldurchgang auf dem Sortiertisch erfährt. Im modernisierten Keller wird ausschließlich spontan vergoren und der Wein bis hin zur Füllung nur über Schwerkraft bewegt. Das Ergebnis sind moderne, jedoch keinesfalls „modische“ Weine, die sich für Burgundverhältnisse durch eine gewisse Opulenz auszeichnen, ohne bei der viel gerühmten Eleganz einzubüßen. Auch das macht sie letztlich – insbesondere für Menschen, die sich dem Thema Burgund erstmals nähern möchten – überaus attraktiv. Dabei ist absehbar, dass mit der wachsenden Bekanntheit der Truchetets auch irgendwann eine Preissteigerung einhergehen wird. Kluge Weingenießer*innen legen sich den Stoff also schon jetzt in den Keller und freuen sich in den kommenden Jahren dann über wunderbar gereifte, absolut preiswerte Tropfen …

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Frankreich: Domaine Truchetet, Burgund

Neuer Stern am Bourgogne-Horizont

Die Verhältnisse an der berühmten – bisweilen berüchtigten – Côte d’Or, dem Herzstück des Burgunds, scheinen seit Jahrzehnten quasi in Stein gemeißelt wie die großen Namen in die Markierungssteine der sagenumwobenen Appellationen dort. Für Weine aus der Einzellage Romanée-Conti werden heute bis zu fünfstellige Summen aufgerufen – 2018 wechselte bei Sotheby’s in New York eine Flasche des Jahrgangs 1945 gar für umgerechnet fast eine halbe Million Euro den Besitzer. Das sind natürlich Ausnahmeerscheinungen, doch selbst im untersten Preissegment ist die Region aus verschiedenen Gründen überdurchschnittlich teuer – und keinesfalls immer überzeugend. Bezahlbares in wirklich guter Qualität muss man mit der Lupe suchen – echte Neuentdeckungen, die aufgrund ihrer geringen Bekanntheit (noch) nicht Spitzenpreise aufrufen, sind rar. Eine dieser unverhofften „Newcomer“ ist die Domaine Truchetet, die sich in jüngerer Zeit auf ein neues Qualitätsniveau steigern konnte.

Lange kaum beachtet

Die Domaine ist seit sechs Generationen im Besitz der Familie Truchetet. Seit 2019 wird sie von den Geschwistern Morgan und Julie geführt. Durch ihren Einfluss ist es bereits in den Jahren davor mehr und mehr gelungen, den Truchetet-Weinen auch in Fachkreisen bekannt zu machen. Zuvor war der Name eigentlich immer weit unter dem breiteren internationalen Radar geblieben und nur wenigen Bourgogne-Aficionados überhaupt ein Begriff. Das hat sich heute grundlegend geändert. Dabei bewegen sich die Preise noch immer in einem vergleichsweise niedrigen Bereich und wenn man – typisch deutsch – das schnöde „Preis-Leistungsverhältnis“ als Messlatte anlegt, sind sie auch in schwächeren Jahren durchweg eine sichere Bank.

Auf dem Weg an die Spitze

Dafür haben die Geschwister Truchetet offensichtlich hart gearbeitet und vieles im Weingut weiterentwickelt: Mit ihren rund fünf Hektar Weinbergen befinden sie sich auf dem Weg zu Biozertifizierung und ein Großteil der Arbeiten dort wird schonend, aber mühevoll von Hand erledigt. Das gilt selbstverständlich auch für die streng selektive Lese, die dann noch mal einen weiteren Kontrolldurchgang auf dem Sortiertisch erfährt. Im modernisierten Keller wird ausschließlich spontan vergoren und der Wein bis hin zur Füllung nur über Schwerkraft bewegt. Das Ergebnis sind moderne, jedoch keinesfalls „modische“ Weine, die sich für Burgundverhältnisse durch eine gewisse Opulenz auszeichnen, ohne bei der viel gerühmten Eleganz einzubüßen. Auch das macht sie letztlich – insbesondere für Menschen, die sich dem Thema Burgund erstmals nähern möchten – überaus attraktiv. Dabei ist absehbar, dass mit der wachsenden Bekanntheit der Truchetets auch irgendwann eine Preissteigerung einhergehen wird. Kluge Weingenießer*innen legen sich den Stoff also schon jetzt in den Keller und freuen sich in den kommenden Jahren dann über wunderbar gereifte, absolut preiswerte Tropfen …

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