Alkoholfrei
foto©vinocentral
Alkoholfreie Alternativen – mit Anspruch und Charakter
Alkoholfreie Weine und Weinalternativen werden zunehmend nachgefragt – und immer mehr Produzent*innen entwickeln darauf überzeugende Antworten. Die Auswahl wächst stetig, auch bei uns im vinocentral.
Lange Zeit haben wir uns mit diesem Segment allerdings schwergetan. Denn für uns gilt auch bei alkoholfreien Speisebegleitern eine klare Prämisse: Qualität und Geschmack müssen stimmen. Beliebige Süßgetränke oder technische Ersatzprodukte waren nie unser Ziel. Umso mehr freut es uns, dass mittlerweile einige Produzent*innen einen ähnlich hohen Anspruch verfolgen wie wir – und dass unser alkoholfreies Sortiment deshalb kontinuierlich wächst. Im Wesentlichen lassen sich unsere alkoholfreien Alternativen drei Typen zuordnen:
Traubenseccos und moderne Schaumgetränke
Klassisch handelt es sich dabei um Traubenmost, der mit Kohlensäure versetzt wird. Da der natürliche Zucker hier nicht zu Alkohol vergoren wird, wirken viele dieser Produkte schnell süßlich. Einige Winzer*innen und Manufakturen haben darauf mit großer Kreativität reagiert: Sie experimentieren mit Teeaufgüssen, Verjus, Kräutern und Fruchtsäften – mit, wie wir finden, sehr überzeugenden Ergebnissen. So entstehen sprudelnde Getränke mit Frische, Tiefe und gastronomischer Eignung.
Proxies – eigenständige Alternativen zum Wein
Während anfangs vor allem sprudelnde Varianten den Markt prägten, sind in den letzten Jahren zunehmend stille Proxies hinzugekommen. Der Begriff Proxy – englisch für Stellvertreter – ist dabei bewusst gewählt: Diese Getränke wollen kein Wein sein und auch keinen imitieren. Stattdessen werden sie aus Obst- oder Gemüsesäften, unterschiedlichen Teevarianten sowie Gewürz- und Kräuterextrakten komponiert. Häufig spielen auch Fermentationsprozesse wie die Milchsäuregärung eine Rolle. Ziel ist es, durch natürliche Zutaten ein Getränk zu schaffen, das in Komplexität, Textur, Säurestruktur und Länge an das heranreicht, was Wein als Speisebegleiter so spannend macht – und dabei einen ganz eigenen Aromenkosmos eröffnet.
Entalkoholisierte Weine
Die dritte Kategorie bleibt nach wie vor die kontroverseste. Zwar gibt es entalkoholisierte Weine schon seit vielen Jahren, und die technischen Verfahren werden immer ausgefeilter – geschmacklich überzeugen sie jedoch nicht immer. Alkohol ist im Wein ein zentraler Geschmacksträger, deutlich stärker als etwa im Bier, wo alkoholfreie Varianten heute oft kaum noch als solche zu erkennen sind.
Umso erfreulicher, dass es auch hier inzwischen wirklich Gutes zu entdecken gibt: Einige Produzenten arbeiten mit besonders schonenden Hightech-Methoden. Durch diese sanfte Entalkoholisierung bleiben Aromatik, Struktur und Komplexität weitgehend erhalten. Die Weine schmecken authentisch nach der Rebsorte, aus der sie gemacht wurden – ohne künstliche Aromen.
Das freut uns sehr. Denn gerade in einer Zeit, in der sich Trinkgewohnheiten und Genusskultur wandeln, ist es uns ein Anliegen, Winzer*innen zu unterstützen, die verantwortungsvoll arbeiten und neue Wege gehen.
Diese Entwicklung ist Teil eines größeren Wandels in der Weinwelt – mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag „Weinkultur in Gefahr" auf unserem Blog.
Powerfrau aus Ingelheim mit Faible für Spätburgunder
Wenn Dr. Simone Adams nicht gerade im Weinberg oder Keller steht, steigt sie auf Berge oder jagt Wild. Letzteres ist der Grund, warum ihre Weine lange Zeit in Kalibern klassifiziert wurden. Erst seit dem 19er-Jahrgang sind die „Kaliber“ von den Etiketten verschwunden und normalen Lagenbezeichnungen gewichen. Denn diese Lagen will Simone Adams künftig in ihren Weinen noch mehr herausarbeiten.
2010 hat die promovierte Weinwissenschaftlerin den Betrieb von ihrem Vater übernommen und seither eine steile Karriere hingelegt. Ihr Ziel: Den Esprit des Ingelheimer Terroirs so authentisch wie möglich ins Glas zu bringen und den Rotwein aus Ingelheim wieder groß zu machen. Mit Erfolg, wie zahlreiche Nominierungen und Auszeichnungen belegen.
Die ambitionierte Winzerin ist stets bemüht, die Stellschrauben in Weinberg und Keller noch ein bisschen präziser zu stellen. Dabei bedient sie sich von Anfang unterschiedlicher Methoden und setzt sie zu einem eigenen Puzzlespiel, wie sie es nennt (siehe Besuchsbericht unten), zusammen. Jetzt hat sie sich entschieden, komplett auf biodynamischen Anbau umzustellen. Wir sind gespannt, denn was Simone anpackt, tut sie mit großer Reflektion sowie mit viel Elan und Feingefühl.
Besuch bei Simone Adams in Ingelheim
Der heiße Darmstädter Sommer lässt nicht nur die Rasenflächen nach großen Mengen Wasser verlangen – auch die Nachfrage der vinocentral-Kunden nach Weißwein ist sprunghaft angestiegen, so dass sich unsere Vorräte, allen voran die der frischen Rheinhessen, rasant dem Ende zuneigen. Höchste Zeit für einen erneuten Winzerbesuch! Mehr lesen
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