Deutschland: Weingut Ziereisen, Baden

Gut und edel – Meister Gutedel

In der Schweiz und in Frankreich prägte das regionale Vorkommen rund um den Ort Chasselas den Namen der Traube. Im Wallis war die Tatsache Namen gebend, dass die Beeren auf leichten Fingerdruck hin regelrecht zerplatzten (Fendant –> franz. fendre = spalten, zerplatzen), in Deutschland schließlich wurde sie nach der Qualität des Endproduktes benannt: Gutedel. Weiß man alle drei Bezeichnungen richtig zu deuten, ist schon viel über diese alte Rebsorte gesagt. 

Trotz ihres verheißungsvollen Namens ist sie hierzulande als Wein jedoch nur noch vereinzelt im Markgräflerland zu finden – und auch dort meist „nur“ als Alltagswein. Einer der wenigen, die an gute alte – und edle – Zeiten der Rebsorte anknüpfen, ist Hanspeter Ziereisen. Als der renommierte badische Winzer in einer Festschrift las, dass 1872 der teuerste Wein auf dem Müllheimer Weinmarkt ein siebzigjähriger Gutedel gewesen sei und bei den daraufhin angestellten Nachforschungen feststellte, dass der Gutedel damals bis zu 100 Jahre im Holzfass lagerte, war sein Interesse geweckt. Seither steht die Rebe im Mittelpunkt der Weißweinerzeugung des Weinguts Ziereisen. 

Dem Namen Gutedel alle Ehre machen

Anders als im übrigen Markgräflerland will Hanspeter Ziereisen der Rebsorte das volle, einst so hoch geschätzte Potenzial entlocken. Dafür baut er den Gutedel in seiner besten Lage, dem Efringer Ölberg, an, reduziert den Ertrag stark und beschränkt sich im Keller auf das Allernötigste: Der Most wird ausschließlich durch Absetzen geklärt und spontan, ohne den Einsatz von Reinzuchthefen, vergoren. Anschließend erhält er auf einem langen Hefelager viel Zeit zur Reifung.

Bedingungen wie im Burgund

Das Klima der „Baseler Bucht“ mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 11,4°C, die mikroklimatischen Bedingungen sowie die kalkreichen Böden der Weinlagen sind ähnlich wie im Burgund, deshalb baut Ziereisen – neben dem Gutedel – die gleichen Klone wie im französischen Ursprungsgebiet an: Spätburgunder, Weiß- und Grauburgunder. Auch hier setzt er auf Spontanvergärung, eine lange Maischestandzeit, ein langes Hefelager und den Ausbau vornehmlich in Holzfässern.

Wie der Winzer, so der Wein: präsent, kraftvoll, nicht glattgebügelt. Dass man auch mit eigenwilligen Weinen Erfolg haben kann, beweist Hanspeter Ziereisen eindrucksvoll.

Gut und edel – Meister Gutedel In der Schweiz und in Frankreich prägte das regionale Vorkommen rund um den Ort Chasselas den Namen der Traube. Im Wallis war die Tatsache Namen gebend, dass die... mehr erfahren »
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Deutschland: Weingut Ziereisen, Baden

Gut und edel – Meister Gutedel

In der Schweiz und in Frankreich prägte das regionale Vorkommen rund um den Ort Chasselas den Namen der Traube. Im Wallis war die Tatsache Namen gebend, dass die Beeren auf leichten Fingerdruck hin regelrecht zerplatzten (Fendant –> franz. fendre = spalten, zerplatzen), in Deutschland schließlich wurde sie nach der Qualität des Endproduktes benannt: Gutedel. Weiß man alle drei Bezeichnungen richtig zu deuten, ist schon viel über diese alte Rebsorte gesagt. 

Trotz ihres verheißungsvollen Namens ist sie hierzulande als Wein jedoch nur noch vereinzelt im Markgräflerland zu finden – und auch dort meist „nur“ als Alltagswein. Einer der wenigen, die an gute alte – und edle – Zeiten der Rebsorte anknüpfen, ist Hanspeter Ziereisen. Als der renommierte badische Winzer in einer Festschrift las, dass 1872 der teuerste Wein auf dem Müllheimer Weinmarkt ein siebzigjähriger Gutedel gewesen sei und bei den daraufhin angestellten Nachforschungen feststellte, dass der Gutedel damals bis zu 100 Jahre im Holzfass lagerte, war sein Interesse geweckt. Seither steht die Rebe im Mittelpunkt der Weißweinerzeugung des Weinguts Ziereisen. 

Dem Namen Gutedel alle Ehre machen

Anders als im übrigen Markgräflerland will Hanspeter Ziereisen der Rebsorte das volle, einst so hoch geschätzte Potenzial entlocken. Dafür baut er den Gutedel in seiner besten Lage, dem Efringer Ölberg, an, reduziert den Ertrag stark und beschränkt sich im Keller auf das Allernötigste: Der Most wird ausschließlich durch Absetzen geklärt und spontan, ohne den Einsatz von Reinzuchthefen, vergoren. Anschließend erhält er auf einem langen Hefelager viel Zeit zur Reifung.

Bedingungen wie im Burgund

Das Klima der „Baseler Bucht“ mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 11,4°C, die mikroklimatischen Bedingungen sowie die kalkreichen Böden der Weinlagen sind ähnlich wie im Burgund, deshalb baut Ziereisen – neben dem Gutedel – die gleichen Klone wie im französischen Ursprungsgebiet an: Spätburgunder, Weiß- und Grauburgunder. Auch hier setzt er auf Spontanvergärung, eine lange Maischestandzeit, ein langes Hefelager und den Ausbau vornehmlich in Holzfässern.

Wie der Winzer, so der Wein: präsent, kraftvoll, nicht glattgebügelt. Dass man auch mit eigenwilligen Weinen Erfolg haben kann, beweist Hanspeter Ziereisen eindrucksvoll.

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