Rheingau und Rheinhessen – zwei Weinregionen, ein Fluss, und doch Welten dazwischen. Zumindest wenn es nach den jeweiligen Bewohner*innen geht. Wer in Wiesbaden wohnt, schaut mitunter verächtlich auf Mainz. Wer in der Rheinland-Pfälzer Landeshauptstadt zuhause ist, rümpft die Nase über das hessische Pendant, besonders zur Faschingszeit. Die Ebsch Seit' – „die verkehrte Seite" – das ist jeweils die gegenüberliegende Seite des Rheins. Alles eine Frage der Perspektive also. Ähnlich ist es mit den Weinanbaugebieten. Jedes nimmt für sich in Anspruch, dass der eigene „Woi bessär schmeckd".
Allgemein hingegen gilt der Rheingau als „Geburtsort des Rieslings" und damit schon immer als „spirituelles Zentrum des deutschen Weins" (Hugh Johnson).
Die Weinkarriere Rheinhessens ist wechselhafter: In Goethes „Urfaust" wurde sie vehement gepriesen, nach dem Zweiten Weltkrieg dann als „Liebfrauenmilchparadies" ebenso leidenschaftlich geschmäht. Heute gilt die Weinregion deutschlandweit einhellig als eine der dynamischsten. Und das nicht nur entlang der Rheinfront, sondern auch im gewellten Hinterland. Die Betitelung als „Seit', wo die Runkelrüb'n wachse" ist also mehr als obsolet.
Als Weinhandlung blickt das vinocentral von jeher neutral auf die zwei Konkurrenten linker- und rechterhand des Rheins. Für jemanden, dem an Vielseitigkeit gelegen ist, kann es schließlich nicht genug „Seit" geben!
Folgende Weingüter sind mit einem Wein vertreten:
Aus Rheinhessen: AdamsWein | Bastian Beny | K.F. Groebe | Klaus Peter Keller | Kissinger-Bähr | Weingut Karl May | Wittmann |
Aus dem Rheingau: J.B.Becker | Weingut Georg Breuer | Weingut P.J.Kühn | Carsten Saalwächter | Saltaren Wines |
