Meinklang, Burgenland

Keine Kuh, keinen Wein!

„Keine Kuh, keinen Wein!“ – So die deutliche Botschaft der Meinklang-Etiketten. – Denn auch wenn im fruchtbaren Seewinkel des Burgenlandes die Kühe immer noch Milch geben, sind die 800 Angus-Rinder der Familie Michlits wesentlich am Produktionsprozess des Meinklang-Weins beteiligt. 

Meinklang ist ein lebendiger Organismus, nach dem Vorbild eines traditionellen Mischbetriebs, der ganz aus sich selbst heraus funktioniert. Seit die Bewirtschaftung 2001 auf demeter umgestellt wurde, hat er sich zum größten biodynamischen Familienbetrieb Mitteleuropas entwickelt. Trotz dieses enormen Ausmaßes kann von industrieller Agrarproduktion keine Rede sein. Im Gegenteil: Die Brüder Werner, Lukas und Hannes und ihre Eltern möchten bei ihrer Arbeit der Erde das zurückgeben, was sie von ihr bekommen. Die Rinder spielen dabei eine entscheidende Rolle: Sie liefern den natürlichen Dünger für die 2.000 ha große landwirtschaftliche Fläche, auf der neben alten Getreide- und Obstsorten auch Wein wächst. Und sie liefern den Hornmist – das zentrale biodynamische Präparat, das der Dynamisierung des Bodens dient und den Pflanzenwuchs auf natürliche Weise unterstützt. 

Weinrebe sind aufgrund ihrer Sensibilität besonders empfänglich dafür, so Werner Michlits, der an der Universität im hessischen Geisenheim Kellertechnik studiert hat. Auf dem Hof ist er federführend für die Weinproduktion zuständig. 

Ungekämmte Weingärten

Weinreben sind von Natur aus Lianenpflanzen, die an Bäumen und Sträuchern dem Licht entgegen klettern. Der niedrige Drahtrahmen in den sie heute überwiegend gepresst werden und sie „wie Soldaten zum Appell“ in Reih’ und Glied dastehen lässt, bekommt ihnen nicht, meint der junge Winzer. Wird der Leittrieb gekappt, versucht die Rebe, an anderer Stelle weiter zu wachsen und bildet neue Triebe aus. Das natürliche Hormongefüge ist gestört. Michlits hat deshalb seine eigene „Nichtschnittmethode“ entwickelt: In einem immer größeren Teil seiner Weinberge werden die Reben gar nicht mehr geschnitten. Sie dürfen sich ganz natürlich entfalten und tun dabei intuitiv das Richtige. Die Beeren bleiben klein, sodass sie über einen verhältnismäßig hohen Schalenanteil verfügen, was den Weinen viel vom gewünschten Extrakt verleiht. 

Weil diese Weingärten ungekämmt aussehen, haben die Michlits’ diese Weine „Graupert“ genannt. Der burgenländische Mundartbegriff bedeutet soviel wie „struppig“.

Jeder Rebgarten des Weinguts ist ein Biotop, das Tieren und Insekten als Lebensraum dient. Und das nicht nur, weil zwischen den ungestümen Rebreihen wertvolle Begrünungspflanzen und Wildkräuter wachsen. Mitten in den Rebflächen hat die Familie wertvolle Ökoinseln geschaffen, in deren Zentrum jeweils ein Obstbaum steht.

Slomó - Wein vom Vulkan in der ungarischen Puszta

Der Hof Meinklang liegt nicht weit entfernt von der österreich-ungarischen Grenze. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs haben die Michlits Ländereien auf der ungarischen Seite zurückgekauft, die sich einst in ihrem Familienbesitz befanden. Auch Weinberge am erloschenen Vulkan Slomó, der als Monolith aus der ungarischen Puszta herausragt, sind darunter.
Auf den mineralischen Vulkanböden entstanden einst feine Weine für den Habsburger Hof. In diesem Naturparadies baut Werner Michlits heute in kleinen Parzellen die traditionellen ungarischen Rebsorten Hárslevelü und Juhfark an. In dem besonderen Mikroklima unterhalb des artenreichen Felsplateaus finden sie optimale Bedingungen.

Keimzelle (Beton)Ei!

Werner Michlits geht in vielerlei Hinsicht den Weg zurück – rückwärtsgewandt ist er dennoch nicht. Einen Teil seiner jährlich 350.000 Liter Wein werden in modernen, 9.000 Liter fassenenden Betoneiern ausgebaut. Der feinporige Naturbeton lässt den Sauerstoff ganz langsam eindringen, sodass der Wein ihn Stück für Stück aufnehmen kann. 

Das Ergebnis sind wunderbar puristische, originäre Weine. Das Geschmacksbild der Rebsorte steht im Vordergrund und kann sich ganz ohne Holzaromen entfalten.

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Meinklang, Burgenland

Keine Kuh, keinen Wein!

„Keine Kuh, keinen Wein!“ – So die deutliche Botschaft der Meinklang-Etiketten. – Denn auch wenn im fruchtbaren Seewinkel des Burgenlandes die Kühe immer noch Milch geben, sind die 800 Angus-Rinder der Familie Michlits wesentlich am Produktionsprozess des Meinklang-Weins beteiligt. 

Meinklang ist ein lebendiger Organismus, nach dem Vorbild eines traditionellen Mischbetriebs, der ganz aus sich selbst heraus funktioniert. Seit die Bewirtschaftung 2001 auf demeter umgestellt wurde, hat er sich zum größten biodynamischen Familienbetrieb Mitteleuropas entwickelt. Trotz dieses enormen Ausmaßes kann von industrieller Agrarproduktion keine Rede sein. Im Gegenteil: Die Brüder Werner, Lukas und Hannes und ihre Eltern möchten bei ihrer Arbeit der Erde das zurückgeben, was sie von ihr bekommen. Die Rinder spielen dabei eine entscheidende Rolle: Sie liefern den natürlichen Dünger für die 2.000 ha große landwirtschaftliche Fläche, auf der neben alten Getreide- und Obstsorten auch Wein wächst. Und sie liefern den Hornmist – das zentrale biodynamische Präparat, das der Dynamisierung des Bodens dient und den Pflanzenwuchs auf natürliche Weise unterstützt. 

Weinrebe sind aufgrund ihrer Sensibilität besonders empfänglich dafür, so Werner Michlits, der an der Universität im hessischen Geisenheim Kellertechnik studiert hat. Auf dem Hof ist er federführend für die Weinproduktion zuständig. 

Ungekämmte Weingärten

Weinreben sind von Natur aus Lianenpflanzen, die an Bäumen und Sträuchern dem Licht entgegen klettern. Der niedrige Drahtrahmen in den sie heute überwiegend gepresst werden und sie „wie Soldaten zum Appell“ in Reih’ und Glied dastehen lässt, bekommt ihnen nicht, meint der junge Winzer. Wird der Leittrieb gekappt, versucht die Rebe, an anderer Stelle weiter zu wachsen und bildet neue Triebe aus. Das natürliche Hormongefüge ist gestört. Michlits hat deshalb seine eigene „Nichtschnittmethode“ entwickelt: In einem immer größeren Teil seiner Weinberge werden die Reben gar nicht mehr geschnitten. Sie dürfen sich ganz natürlich entfalten und tun dabei intuitiv das Richtige. Die Beeren bleiben klein, sodass sie über einen verhältnismäßig hohen Schalenanteil verfügen, was den Weinen viel vom gewünschten Extrakt verleiht. 

Weil diese Weingärten ungekämmt aussehen, haben die Michlits’ diese Weine „Graupert“ genannt. Der burgenländische Mundartbegriff bedeutet soviel wie „struppig“.

Jeder Rebgarten des Weinguts ist ein Biotop, das Tieren und Insekten als Lebensraum dient. Und das nicht nur, weil zwischen den ungestümen Rebreihen wertvolle Begrünungspflanzen und Wildkräuter wachsen. Mitten in den Rebflächen hat die Familie wertvolle Ökoinseln geschaffen, in deren Zentrum jeweils ein Obstbaum steht.

Slomó - Wein vom Vulkan in der ungarischen Puszta

Der Hof Meinklang liegt nicht weit entfernt von der österreich-ungarischen Grenze. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs haben die Michlits Ländereien auf der ungarischen Seite zurückgekauft, die sich einst in ihrem Familienbesitz befanden. Auch Weinberge am erloschenen Vulkan Slomó, der als Monolith aus der ungarischen Puszta herausragt, sind darunter.
Auf den mineralischen Vulkanböden entstanden einst feine Weine für den Habsburger Hof. In diesem Naturparadies baut Werner Michlits heute in kleinen Parzellen die traditionellen ungarischen Rebsorten Hárslevelü und Juhfark an. In dem besonderen Mikroklima unterhalb des artenreichen Felsplateaus finden sie optimale Bedingungen.

Keimzelle (Beton)Ei!

Werner Michlits geht in vielerlei Hinsicht den Weg zurück – rückwärtsgewandt ist er dennoch nicht. Einen Teil seiner jährlich 350.000 Liter Wein werden in modernen, 9.000 Liter fassenenden Betoneiern ausgebaut. Der feinporige Naturbeton lässt den Sauerstoff ganz langsam eindringen, sodass der Wein ihn Stück für Stück aufnehmen kann. 

Das Ergebnis sind wunderbar puristische, originäre Weine. Das Geschmacksbild der Rebsorte steht im Vordergrund und kann sich ganz ohne Holzaromen entfalten.

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9,90 € *
Inhalt 0.75 Liter (13,20 € * / 1 Liter)
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