Dem vinocentral-Weinexperten Michael Bode-Böckenhauer ins Glas geschaut

Darmstadt – Immer eine Reise wert!

Sechs ältere Damen aus dem hohen Norden (inklusive Schwiegermutter!) haben sich angesagt, alle samt sehr kulturinteressiert. Drei Tage lang wollen sie die Stadt entdecken und dabei die kulturellen Highlights kennenlernen. Vor ihrer Abreise waren sie mehrfach verwundert gefragt worden: „Nach Darmstadt? Was wollt Ihr denn da?“ – Um so größer ist unser Ehrgeiz, Ihnen zu zeigen, dass Darmstadt durchaus eine Reise wert ist.

Zum Auftakt Antipasti, Prosciutto, Formaggio e vino
Der Besuch beginnt mit einem Willkommensimbiss unter den neuen Sonnenschirmen der vinocentral-Terrasse. Nach turbulenter Zugreise verströmen die vorbereitete Antipasti-Platte, das gereichte Mineralwasser und ein kleines Glas Scheurebe Duo No. 2 von Kissinger schon mal das beruhigende Gefühl, zumindest kulinarisch am richtigen Ort zu sein.

Hinauf zur Stadtkrone
Frisch gestärkt geht es über die Ollenhauer-Promenade hinauf zur Stadtkrone. Die Sechs werden von Gästeführer Thomas Aufleger erwarten, der ihnen von Jugendstil, Künstlerkolonie, Bauausstellungen und Welterbe-Bewerbung berichten soll. Anderthalb Stunden wandeln sie mit ihm über die Mathildenhöhe, den Osthang, die frisch sanierte Seiterswegbrücke bis hin zum Rosarium auf der Rosenhöhe. Hier sind wir bereits zu Stelle, um sie abermals mit „dem richtigen Getränk, am richtigen Ort“ zu bezirzen.

 

Sekt mit (Jugend)Stil
Die Erzählungen von der Blüte des Jugendstils noch im Ohr, die rosa blühenden Rosen im Blick beziehungsweise auf dem Display des Fotoapparats: Es gibt nur ein Getränk, das um diese Jahreszeit auf der Rosenhöhe ausgeschenkt werden sollte: Rosé Brut Tradition von Griesel & Compagnie an der Hessischen Bergstraße! Die ihn umhüllende Flasche ziert ein Jugendstiletikett, der Inhalt sprudelt zart roséfarben aus ihr heraus!

Unsere Gäste lehnen entspannt an der Balustrade des Rosenhöhen-Plateaus und genießen die ausgeprägte, herb-saftige Frucht, die dunkle Würze und intensive Hefeigkeit. So schön hätten sie sich Darmstadt wirklich nicht vorgestellt. Und nicht nur der Sekt stammt aus der Region: Dazu wird dunkles Brot mit Kochkäs' und Kümmel gereicht. Wenn schon Hessen, dann richtig!

 

Saisongärten, Grüne Soße und Roter Riesling
Gemeinsam wandern wir am Rande der Saisongärten, entlang des Hofguts Oberfeldes und der ehemaligen Arbeiterhäuser aus der Zeit der 3. Bauausstellung über die B 26 zum Botanischen Garten – und landen schließlich in unserem eigenen kleinen Flecken Grün. Die lange Tafel ist bereits gedeckt: Zu einem „Hessischen Abendessen“ mit Pellkartoffeln, hart gekochten Eiern, Roastbeef und einem großen Topf Grüner Soße muss es ebenfalls ein hessischer Wein sein. Das vinocentral UNIKAT Riesling Cuvée von Hanno Rothweiler erweist sich als gute Wahl. Der mineralische Riesling vom Zwingenberger Steingeröll wird durch den fruchtigen, zum molligen neigenden Roten Riesling vom Auerbacher Fürstenlager gerade so viel gemildert, dass seine harmonische Säure auch dem nordischen Gaumen schmeichelt.

Darmstadt besser verstehen: Erst Brandmale, dann Büchner und Beuys
Zum Nachtisch gibt es dann schwere Kost: Damit unsere Gäste verstehen, warum nicht die ganze Stadt ein pittoresker (Jugendstil)Traum ist, zeigen wir zum Abschluss des Abends den Film „Brandmale“ von Christian und Jutta Gropper, der von der Zerstörung Darmstadts am 11. September 1944 durch englische Brandbomben erzählt. 

Auch die folgenden zwei Tage sind geprägt von einem Wechselspiel aus Geschichte und Moderne. Auf eine ausgedehnte Büchner-Exkusion mit Peter Brunner, Leiter des Büchnerhauses in Goddelau, folgt eine zeitgenössische Theaterinszenierung in der Kunsthalle Darmstadt im Rahmen der Hessischen Theatertage. Auf den Block Beuys im Hessischen Landesmuseum folgt abermals Jugendstil auf der Mathildenhöhe, diesmal als „Ornament im Quadrat“.

Wie es begonnen hat, so soll es enden
Schließlich zeigt sich, dass der Plan aufgegangen ist: Als die Damen zum Abschied abermals bei Antipasti, Formaggio und Prosciutto auf der vinocentral-Terasse sitzen, kommen sie mit einem Geschäftsreisenden am Nebentisch ins Gespräch. „Drei Tage Darmstadt?“, fragt er erstaunt. „Was haben Sie denn so lange hier gemacht?“ Die Antwort kommt prompt, enthusiastisch und sechsfach durcheinander …

Angebot nur gültig, solange der Vorrat reicht.
Fotos: Janne Böckenhauer

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