Den vinocentral-Weinexperten ins Glas geschaut.

Brathähnchen-Sonntag!
Rezept- und Weintipp von vinocentral-Weinexperte Robert Frey

 Schon Witwe Bolte wusste ein Huhn zu schätzen, denn
„... nicht nur der Eier wegen, welche solche Vögel legen …,
sondern weil man dann und wann einen Braten haben kann!“
(Frey bzw. frei nach Wilhelm Busch, „Max und Moritz“)

Heute ist das arme Tier ziemlich in Verruf geraten: Dem Horror der Massentierhaltung gerade entronnen, dreht es sich im Billig-Imbisswagen Runde um Runde am Spieß, um dann halbiert für 3,99 € verhökert und verhöhnt zu werden.
Wenn man aber wie ich am vergangenen Wochenende ein Label Rouge Bio Maishähnchen erstehen konnte, das 81 Tage in völliger Freiheit genug Zeit hatte, zu wachsen und Bio-Mais zu fressen, der ihm ein tolles gelbes, saftiges Fleisch verliehen hat, dann darf man ruhigen Gewissens  – ja, muss man einfach – zugreifen.

Schnell noch ein paar Zutaten aus dem vinocentral nach Hause mitgenommen:

Olivenöl Novello von Gradassi
Rimocco Kambot Pfeffer No.116
Kebe Meersalzmischung mit Ingwer/Kurkuma und Ringelblume für die Marinade
Salzzitronen im Glas für die Füllung
Und nicht zu vergessen eine Flasche Weißwein.

Letzterer ist eigentlich nicht wirklich eine Zutat, sondern mehr als Essens-Bereiter und -Begleiter gedacht. Denn wann schließlich schmeckt der eisgekühlte Tropfen besser, als in der Küche beim Schneiden, Waschen, Braten und Brutzeln?

Zunächst dachte ich an unseren Chablis 1er Cru 2014 der Domaine des Maronniers, doch dann fiel mir ein, dass wir erst kürzlich ein ganzes Fass Chardonnay Reserve 2015 bei Fritz und Peter May erstanden haben, der uns schon im Keller des Weinguts Karl May begeisterte.

Schon beim Zubereiten der Marinade aus grün schimmerndem Olivenöl, Zitronenabrieb und -Saft, Chilis, Kebe-Gewürzsalz und Kambot Pfeffer und der Füllung aus Salzzitronen, Knoblauch und frischen Kräutern kann ich riechen und schmecken, dass der Wein mit seinen zitrusfrischen Aromen und dem würzigen, leicht holzigen Abgang einfach wunderbar dazu passen wird. Bis es so weit ist, wird aber leider nur noch zwei Drittel des Chardonnay übrig sein …

Guten Appetit und Salute!

 „… und von dem ganzen Hühnerschmaus, guckt nur noch ein Bein heraus.“ 

Text und Fotos: Robert Frey, Form Titelbild: Daniela Martinovic

 

 

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