Mythos Spargelwein – Großer Weinabend mit zahlreichen Weinen & Spargel-BBQ von David Rink

Samstag, 13. Mai 2017, ab 18 Uhr
Degustation & Weinabend
Mythos Spargelwein
Großer Weinabend mit zahlreichen Weinen & Spargel-BBQ von David Rink
Eintritt frei! (Probierkarte kostenpflichtig*) 
Ort: vinocentral, Platz der Deutschen Einheit 21, Darmstadt

Preise Probierkarten (3 x 0,1l) 9 bzw. 13 Euro
Glaspreis (0,1l) 3,50 bzw. 5 Euro 
Die Probierkarten erhalten Sie am Abend der Veranstaltung an der Hauptkasse des vinocentrals.

 * bei einem Wein-Einkauf im vinocentral im Wert von 150 € am Abend der Veranstaltung kann der Wert der Probierkarte verrechnet werden.  Auf Wunsch können die Weine bereits tagsüber im Rahmen einer Verkaufsweinprobe verkostet werden. 

Übersicht alle Vinocentral Spargelweine

Alle Jahre wieder ...
... kommen nicht nur Weihnachtsmann, Osterhase und Steuererklärung, nein, auch der Spargel beehrt uns stets für ein paar Wochen und löst hierzulande jedes Mal eine kleine kollektive Hysterie aus. Immerhin rund 1,5 Kilogramm der weißen Stangen müssen pro statistischem Verbraucherkopf und Jahr über die Klinge springen. Sagenhafte 120.000 Tonnen wurden 2016 in Deutschland geerntet. Ein paar Tonnen Diskrepanz deckt Importware, die man gerne auch mal aus China oder Peru einfliegt. In ökologischer Hinsicht ein unglaublicher Blödsinn, den man keinesfalls unterstützen sollte.

Einsatzort Wochenmarkt
Seinen edlen Nimbus verdankt Asparagus officinalis vor allem dem Umstand, dass er bis heute im Anbau und vor allem bei der Ernte sehr viel Mühe bereitet, was sich natürlich im Preis niederschlägt. Wobei die Bandscheibenschäden der Erntehelfer finanziell wohl noch am wenigsten ins Gewicht fallen dürften, denn die werden in Polen oder Rumänien kuriert – wenn überhaupt. Ein untrügliches Zeichen seiner nahenden Ankunft sind Tausende von Kilometern Folie auf den Feldern, die den Austrieb des Edelgemüses beschleunigen sollen. Schwarze Folie kommt dabei übrigens vor allem zum Einsatz, um sicherzustellen, dass die Stangen auch schön weiß bleiben und sich nicht durch Sonnenlicht violett verfärben. Das mag der Verbraucher hierzulande nämlich partout nicht. Warum? Es muss an der ausgeprägten visuellen Sensibilität der Deutschen liegen, denn geschmacklich hat es keinerlei Auswirkungen. Auf den Wochenmärkten drängen sich jedenfalls derzeit wieder die spargelhungrigen Horden vor den Ständen der einschlägigen Produzenten. Familienmitglieder werden in Späher und Schlangensteher aufgeteilt und strategisch positioniert. Der optimale Zugriff in Sachen Preis-Leistung erfolgt dann mit der Präzision eines GSG-9-Einsatzes, per Mobilkommunikation gesteuert.

Reizthema Bitterkeit
Ob die Operation tatsächlich geglückt ist, zeigt sich jedoch erst auf dem Teller: Reizthema Bitterkeit. Eine leichte Bitternote muss der Spargel aufweisen – das liegt in seiner Natur und macht den eigentlichen geschmacklichen Reiz aus. Hin und wieder ist es jedoch des Guten zu viel – dann ist er schnell ungenießbar. Um dieses leidige Thema ranken sich zahlreiche Mythen: Mal soll es am Folienanbau liegen, mal am Kunstdünger, mal an der Witterung, mal an der Zubereitungsweise. Fakt ist: Spargel ist grundsätzlich bitter, wenn er zu nah am Wurzelstock gestochen wird – das haben der Bauer und seine Erntehelfer in der Hand. Und gegen die Bitterstoffe ist – entgegen zahlreicher Zubereitungstipps – auch kein Kraut gewachsen. Bliebe also nur, grundsätzlich grünen Spargel zu kaufen, um der Misere garantiert aus dem Weg zu gehen.

Fünf Faustregeln für die Weinauswahl
Die mehr oder weniger ausgeprägten Bitterstoffe sind übrigens auch die große Herausforderung bei der Weinbegleitung, die sich ansonsten jedoch weit weniger kompliziert gestaltet, als das oftmals dargestellt wird. Hier ein paar Faustregeln: 1. Rotweine harmonieren ausschließlich mit grünem Spargel und sollten auch dann nicht zu schwer und tanninbetont sein. 2. Im Weißweinbereich geht dagegen eine ganze Menge. Vorsicht ist nur geboten, wenn auch hier Bitternoten – typisch beispielsweise für die Scheurebe – oder ausgeprägte Tannine eine Rolle spielen, wie bei einigen Natur- oder Orange-Weinen. Das kann in Maßen sehr, sehr reizvoll sein, aber auch schnell schiefgehen. 3. Kleine, dünne Weinchen machen – wie meistens – auch zum Spargel wenig Vergnügen. Hände weg also vom billigen „Spargelwein“ im Supermarkt oder Discounter. 4. Extreme Säure oder hoher Alkohol sind ebenfalls selten zielführend. 5. Alle übrigen pauschalen Weinempfehlungen sind Unsinn, denn es sind eben ein paar mehr Faktoren ausschlaggebend für die perfekte Harmonie zwischen Spargel und Wein. Zum einen die besagten Bitterstoffe, die sogar von Stange zu Stange variieren können, zum anderen die kulinarischen Begleiterscheinungen auf dem Teller: Ein Wiener Schnitzel oder eine wollüstig-buttrige Sauce hollandaise stellen noch mal ganz andere Anforderungen an den Wein, als ein gekochter Schinken oder ein Steak vom Grill.

Vinocentral-Weinexpertin Yook – übrigens eine große Verehrerin der grünen und weißen Stangen – verfolgt aus diesem Grund seit Jahren eine so simple wie narrensichere Strategie beim Spargelessen: ganz einfach immer gleich mehrere Flaschen öffnen. Die guten kommen ins Kröpfchen, die weniger guten zurück in den Kühlschrank, wo sie auf einen Einsatz warten, der eher ihren Talenten entspricht. Wer dabei Faustregel 1-5 beachtet, wird so in jedem Fall mindestens einen Volltreffer landen – und schult ganz nebenbei noch seinen Gaumen.

Schmackhafter Praxistest
Die beste Möglichkeit, diese Herangehensweise einmal selbst zu erproben, bietet der Große Wein- und Genussabend "Mythos Spargelwein" am Samstag, dem 13. Mai, im vinocentral. Zum exquisiten und variantenreichen Spargel-BBQ von Gastkoch David Rink mit verschiedenen fleischlichen und anderen „Beilagen“ stehen über 15 Weine zur Verkostung bereit, die das vinocentral-Team in unterschiedlichen Spargelkontexten bereits überzeugen konnten. Jeder Gast kann dann für sich selbst entscheiden, welcher der persönliche Spargelwein des Abends sein wird. 

 

Spargel-BBQ von David Rink

Vom Grill

Vom LiVar-Kloster-Schwein: Bauch 36 h sous-vide 130g   8,50 €
Vom Rind: 1788 Australian Black Angus Top Blade (Bugsteaks) 160g   11,50 €
Entenbratwurst   5,50 €
LiVar Bratwurst   5,50 €

Spargelrisotto aus der Paellapfanne, grüner und weißer gegrillter Spargel, Parmesan, Basilikum
als Beilage   7,00 €
als vegetarischer Hauptgang   15,50 €

Zum Rotwein: Grüner gegrillter Spargel, La Bonotte Kartoffel, Olivenöl   17,50 €

Dips:
Salsa Verde
IPA-BBQ Soße von David Rink
Original Frankfurter Senf
Erdbeerchutney 

jeweils 1,50 € pro Portion

 

 

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