Spanien: Hacienda el Ternero - Rioja

Der Aufstieg des Riojas

Der einen Plage ist der anderen Segen. So oder so ähnlich könnte man den Aufstieg des Rioja zur bekanntesten Weinbauregion Spaniens beschreiben. Denn als sich die Reblaus im späten 19. Jahrhundert durch die Weinberge des Bordeaux fraß und leere Weinkeller hinterließ, zogen die französischen Weinhändler über die Pyrenäen ins Rioja, um dort Trauben für ihre Verschnittweine zuzukaufen. Dabei zeigten sie den einheimischen Weinbauern, wie man Wein in kleinen Fässern altern lässt und lösten damit den Aufstieg des Rioja aus.

Das Erbe der Mönche

Erster und wichtigster Anlaufpunkt an der Bahnlinie von der französischen Atlantikküste war die Stadt Haro. Bis heute ist hier die Trasse von historischen Bodegas umgeben. Auch die Hacienda El Ternero liegt hier. In ihrem Fall waren die französischen Weinhändler jedoch nicht die ersten Reisenden, die vorbeikamen: Die Wurzeln des heute 250 Hektar umfassenden Anwesens liegen im 11. Jahrhundert. Damals gehörten die Gebäude zum Kloster Maria de Herrera, das regelmäßig Pilgern auf dem Weg nach Santiago di Compostela Unterkunft gewährte. Mit ihrem Namen El Ternero, das (Stier)Kalb, erinnert das Weingut noch immer an die Arbeit der vormaligen Besitzer, die hier einst Kälberzucht betrieben, um deren Häute als Pergament an die umliegenden Klöster zu verkaufen. Schon die Mönche des Klosters wählten das Stierkalb als Wappentier, heute ziert es die Etiketten der traditionsreichen Bodega.

Herausragendes Terroir auf 650 Meter Höhe

Die Hacienda El Ternero gehört zur Zone Rioja Alta. Ihre 65 Hektar großen Weingärten liegen auf 650 m Höhe und sind von Wäldern umgeben. Angebaut werden Tempranillo, Garnacha, Mazuelo und Viura. Viele der Weinstöcke sind älter als 50 Jahre. In den Böden sind Kies, Kalkstein, Sandstein, Kalk und Ton vorherrschend.

Der technische Direktor Raul Tamayo und der Kellermeister Itziar Lopez sind darauf bedacht, das Terroir deutlich zur Geltung kommen zu lassen. Die Parzellen werden, ähnlich wie im Bordeaux, einzeln gelesen und vinifiziert. Die waldige Hochlage am Fuße des Obarenes-Berges und das spezielle, vom Atlantik geprägte Mikroklima lassen frische Weine entstehen, die grazil und elegant daherkommen. 

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Spanien: Hacienda el Ternero - Rioja

Der Aufstieg des Riojas

Der einen Plage ist der anderen Segen. So oder so ähnlich könnte man den Aufstieg des Rioja zur bekanntesten Weinbauregion Spaniens beschreiben. Denn als sich die Reblaus im späten 19. Jahrhundert durch die Weinberge des Bordeaux fraß und leere Weinkeller hinterließ, zogen die französischen Weinhändler über die Pyrenäen ins Rioja, um dort Trauben für ihre Verschnittweine zuzukaufen. Dabei zeigten sie den einheimischen Weinbauern, wie man Wein in kleinen Fässern altern lässt und lösten damit den Aufstieg des Rioja aus.

Das Erbe der Mönche

Erster und wichtigster Anlaufpunkt an der Bahnlinie von der französischen Atlantikküste war die Stadt Haro. Bis heute ist hier die Trasse von historischen Bodegas umgeben. Auch die Hacienda El Ternero liegt hier. In ihrem Fall waren die französischen Weinhändler jedoch nicht die ersten Reisenden, die vorbeikamen: Die Wurzeln des heute 250 Hektar umfassenden Anwesens liegen im 11. Jahrhundert. Damals gehörten die Gebäude zum Kloster Maria de Herrera, das regelmäßig Pilgern auf dem Weg nach Santiago di Compostela Unterkunft gewährte. Mit ihrem Namen El Ternero, das (Stier)Kalb, erinnert das Weingut noch immer an die Arbeit der vormaligen Besitzer, die hier einst Kälberzucht betrieben, um deren Häute als Pergament an die umliegenden Klöster zu verkaufen. Schon die Mönche des Klosters wählten das Stierkalb als Wappentier, heute ziert es die Etiketten der traditionsreichen Bodega.

Herausragendes Terroir auf 650 Meter Höhe

Die Hacienda El Ternero gehört zur Zone Rioja Alta. Ihre 65 Hektar großen Weingärten liegen auf 650 m Höhe und sind von Wäldern umgeben. Angebaut werden Tempranillo, Garnacha, Mazuelo und Viura. Viele der Weinstöcke sind älter als 50 Jahre. In den Böden sind Kies, Kalkstein, Sandstein, Kalk und Ton vorherrschend.

Der technische Direktor Raul Tamayo und der Kellermeister Itziar Lopez sind darauf bedacht, das Terroir deutlich zur Geltung kommen zu lassen. Die Parzellen werden, ähnlich wie im Bordeaux, einzeln gelesen und vinifiziert. Die waldige Hochlage am Fuße des Obarenes-Berges und das spezielle, vom Atlantik geprägte Mikroklima lassen frische Weine entstehen, die grazil und elegant daherkommen. 

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