Deutschland: Michael Teschke, Rheinhessen

Aushängeschild für Silvaner aus Rheinhessen

Silvaner gehört zu den verkannten Kindern Rheinhessens, findet Winzer Michael Teschke. Und das, obwohl die Region zwischen Bingen, Mainz und Worms das weltweit größte Silvaner-Anbaugebiet ist. Doch die meisten Weingüter setzen auf einen trendigen, marktorientierten Wein-Stil, ohne das immense Potenzial der Rebsorte herauszukitzeln. Das mag auch der Grund dafür sein, dass der VDP dem rheinhessischen Silvaner seit Jahren den Große-Gewächs-Status verweigert.
Wer jedoch die Silvaner von Michael Teschke probiert hat, wird eines besseren belehrt. Schon in den 1990er-Jahren, während seiner Lehre beim Weingut Merz in Ockenheim, erkannte der charismatische Winzer, welch spannende und individuelle Weine die Rebsorte hervorbringen kann. Voraussetzung dafür: Alte Reben und das passende Terroir.

Das y macht den Unterschied

Beides fand Teschke 1998 direkt vor der Haustür des elterlichen Mischbetriebes in Laurenziberg bei Gau-Algesheim. In der gut durchlüfteten Lage „Alte Dünnbach“, direkt an der historischen Wallfahrtskapelle St. Laurenzi, stehen betagte Silvaner-Stöcke auf Kalkmergel, deren Ertrag die Familie bis dato jedoch überwiegend als Fasswein verkaufte. Michael Teschke überredete den Vater, ihm den Weinberg abzutreten und machte sich daran, den Silvaner-Schatz zu heben. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Bereits seine erste trockene Sylvaner Spätlese wurde mehrfach prämiert. Seither gilt das Weingut Michael Teschke als Aushängeschild, wenn es um hochwertige Silvaner aus Rheinhessen geht. Und wie als Hinweis darauf, dass seine Weine mit dem sonst vielerorts üblichen Silvaner-Einerlei nichts gemein haben, greift der Meister bei der Bezeichnung auf die historische Schreibweise zurück: Bei Michael Teschke kommen nur individuelle Sylvaner auf die Flasche. Das y macht den Unterschied!

Langlebige Zeitschnecken

Doch nicht nur das Alter der Reben und der Kalkmergel des Laurenzibergs bilden die Voraussetzungen für Teschkes hochwertige Sylvaner. Es kommt noch ein drittes Parameter hinzu: Teschke lässt seinen Weinen Zeit! Die Trauben werden spät gelesen, für den Gutswein im Oktober, für seine Spitzenqualität „Solisten“ sogar erst im November. Anschließend setzt der Winzer auf Mostoxidation, das heißt, die Trauben stehen 36 Stunden auf der Schale, bevor sie in eine alte Spindelpresse geschüttet und bis zu fünf Stunden schonend gepresst werden.
Die Zeit, die ihnen geschenkt wurde, scheinen die Weine ihrem Winzer zurückzugeben, denn Teschkes Sylvaner haben ein großes Reifepotenzial! Erst nach ein paar Jahren lüften sie ihr ganzes Geheimnis und offenbaren ihre zarte Cremigkeit, ihr Säurespiel und ihre subtilen Aromen. Auch Sie sollten sich Zeit nehmen, um dieses spannende Sylvaner-Erlebnis zu entdecken. Die Silvaner-Seele wird es Ihnen danken!

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Aushängeschild für Silvaner aus Rheinhessen

Silvaner gehört zu den verkannten Kindern Rheinhessens, findet Winzer Michael Teschke. Und das, obwohl die Region zwischen Bingen, Mainz und Worms das weltweit größte Silvaner-Anbaugebiet ist. Doch die meisten Weingüter setzen auf einen trendigen, marktorientierten Wein-Stil, ohne das immense Potenzial der Rebsorte herauszukitzeln. Das mag auch der Grund dafür sein, dass der VDP dem rheinhessischen Silvaner seit Jahren den Große-Gewächs-Status verweigert.
Wer jedoch die Silvaner von Michael Teschke probiert hat, wird eines besseren belehrt. Schon in den 1990er-Jahren, während seiner Lehre beim Weingut Merz in Ockenheim, erkannte der charismatische Winzer, welch spannende und individuelle Weine die Rebsorte hervorbringen kann. Voraussetzung dafür: Alte Reben und das passende Terroir.

Das y macht den Unterschied

Beides fand Teschke 1998 direkt vor der Haustür des elterlichen Mischbetriebes in Laurenziberg bei Gau-Algesheim. In der gut durchlüfteten Lage „Alte Dünnbach“, direkt an der historischen Wallfahrtskapelle St. Laurenzi, stehen betagte Silvaner-Stöcke auf Kalkmergel, deren Ertrag die Familie bis dato jedoch überwiegend als Fasswein verkaufte. Michael Teschke überredete den Vater, ihm den Weinberg abzutreten und machte sich daran, den Silvaner-Schatz zu heben. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Bereits seine erste trockene Sylvaner Spätlese wurde mehrfach prämiert. Seither gilt das Weingut Michael Teschke als Aushängeschild, wenn es um hochwertige Silvaner aus Rheinhessen geht. Und wie als Hinweis darauf, dass seine Weine mit dem sonst vielerorts üblichen Silvaner-Einerlei nichts gemein haben, greift der Meister bei der Bezeichnung auf die historische Schreibweise zurück: Bei Michael Teschke kommen nur individuelle Sylvaner auf die Flasche. Das y macht den Unterschied!

Langlebige Zeitschnecken

Doch nicht nur das Alter der Reben und der Kalkmergel des Laurenzibergs bilden die Voraussetzungen für Teschkes hochwertige Sylvaner. Es kommt noch ein drittes Parameter hinzu: Teschke lässt seinen Weinen Zeit! Die Trauben werden spät gelesen, für den Gutswein im Oktober, für seine Spitzenqualität „Solisten“ sogar erst im November. Anschließend setzt der Winzer auf Mostoxidation, das heißt, die Trauben stehen 36 Stunden auf der Schale, bevor sie in eine alte Spindelpresse geschüttet und bis zu fünf Stunden schonend gepresst werden.
Die Zeit, die ihnen geschenkt wurde, scheinen die Weine ihrem Winzer zurückzugeben, denn Teschkes Sylvaner haben ein großes Reifepotenzial! Erst nach ein paar Jahren lüften sie ihr ganzes Geheimnis und offenbaren ihre zarte Cremigkeit, ihr Säurespiel und ihre subtilen Aromen. Auch Sie sollten sich Zeit nehmen, um dieses spannende Sylvaner-Erlebnis zu entdecken. Die Silvaner-Seele wird es Ihnen danken!

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