Österreichischer Wein ist und bleibt faszinierend. Herkunft steht im Mittelpunkt – heute oft mit frischem Schwung und kreativer Interpretation. Neben den bekannten Namen prägt eine junge, dynamische Szene das Bild: regional verwurzelt, weltoffen, qualitätsbewusst und konsequent nachhaltig. Die Vielfalt an Rebsorten, Lagen, Stilen und Ausbauarten ist in Österreich traditionell groß. Durch die individuelle Handschrift der Winzer*innen wird sie noch vielfältiger. Jede Flasche erzählt ihre eigene Geschichte – von Landschaft, Klima und der Leidenschaft der Menschen dahinter. Und es lohnt sich, den Blick über Österreich hinaus zu richten: Auch in anderen Ländern der ehemaligen k. u. k. Monarchie gibt es eine lebendige Weinkultur. Wie erfrischend anders das schmeckt, zeigt unsere Auswahl von klassisch bis funky in diesem Newsletter. Noch mehr gibt es beim Großen Weinabend am 31. Januar im vinocentral zu entdecken (siehe unten)!
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Wo die Donau im Dürnsteiner Becken eine sanfte Biegung macht, wachsen die zehn bis 25 Jahre alten Reben für diesen charaktervollen Grünen Veltliner – der ideale Einstieg in die Welt von Pichler-Krutzler. Früh gelesen, bleibt der Alkohol moderat, und der Wein ist schon jetzt wunderbar zugänglich. In der Nase treffen Würze und Frische aufeinander: Tannengrün, Grasschnitt und Lorbeer, dazu grüne Mirabelle und Pflaume. Ein Hauch Bratapfel, feine Haselnuss und rauchige Mineralität geben Tiefe. Am Gaumen saftig und präzise, mit feinem Schmelz und kühler Würze. Die Säure tänzelt wie ein Donauwirbel. Das salzige, lebendige Finale macht sofort Lust auf den nächsten Schluck.
Grüner Veltliner Dürnstein Qw. 2024, Pichler-Krutzler, Wachau, Österreich 0,75l – 18,50 € Direkt zum Wein
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„Opok“ nennt man in der Südsteiermark den kalkreichen Mergelboden, der diesem Wein seinen unverwechselbaren Charakter gibt. Maria und Sepp Muster stellen ihn konsequent in den Mittelpunkt: Sauvignon Blanc, Morillon, Gelber Muskateller und Welschriesling sind hier weniger Rebsorten als vielmehr Resonanzkörper für Terroir und die individuelle Handschrift des Winzer-Ehepaares. In der Nase zeigt sich der Wein zunächst zurückhaltend, mit kräutrig-würzigen und leicht erdigen Noten, dazu Anklänge von Honigmelone, Papaya und Zitrus. Im Hintergrund blitzen Muskateller und Sauvignon dezent auf. Am Gaumen vielschichtig, lebendig und erstaunlich dicht – bei nur 10,5 % Alkohol. Feine Gerbstoffe, zarter Schmelz und ein vitaler Säurenerv spannen zusammen mit kalkig-rauchiger Mineralität und zitrischer Würze einen großen Bogen bis ins lange, leicht salzige Finale.
Opok bio demeter 2021, Maria & Sepp Muster, Steiermark, Österreich 0,75l – 28,00 € Jetzt entdecken
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„Fumé“ ist in Frankreich eine alte Bezeichnung für Sauvignon Blanc. „Numen“ hat Johannes Zillinger aus der religiösen Metaphysik entlehnt: Seine gleichnamige Wein-Serie entsteht ohne jegliche Eingriffe im Keller – vollkommen naturbelassen. Der Gault&Millau wählte den Numen Fumé 2017 zum „besten alternativen Wein Österreichs“. Im Bukett üppige gelbe Frucht mit viel Maracuja, unterlegt von kräutrig-grünen und kalkig-mineralischen Noten mit etwas Bienenwachs. Im Mund entwickelt der Wein eine unglaublich dichte Würze und immensen Druck am Gaumen. Die Säure ist fein ausbalanciert und spannt sich über die straffe, kalkige Mineralität. Das alles wirkt durchaus wild und ungeschminkt, gleichzeitig delikat, finessenreich, vielschichtig – aber auch nicht zu funky. Im langen Finish entfaltet sich zwischen Frucht und Würze ein leicht salziger Kern. Einer der ganz großen Sauvignons – in einem ganz eigenen und außergewöhnlichen Stil.
NUMEN Fumé Blanc bio demeter 2022, Johannes Zillinger, Weinviertel, Österreich Ungewohntes Geschmacksbild 0,75l – 32,00 € Direkt zum Wein
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Als Milan Nestarec 2012 erstmals Schaumwein nach der „ursprünglichen" Methode (Pétillant Naturel) füllte, explodierten ihm tausende Flaschen. Die wenigen Überlebenden waren so elektrisierend gut, dass der Warnhinweis im Keller gleich zum Namen wurde: Danger 380 Volts. Heute ist die Herstellung präzise gezähmt – der Effekt aber derselbe. Aus Neuburger, Müller-Thurgau und Muskateller von biodynamisch bewirtschafteten Sandböden entsteht ein ungefilterter, ungeschönter Pet-Nat mit enormer Energie. Mit leicht milchigem Hellgelb und zärtlicher Perlage zeigt der „Danger“ ausgeprägte Holunderblüte, Zitrusfrüchte, Birnensaft und Muskat, dazu Anklänge von Basilikum und rauchiger Mineralität. Am Gaumen saftig, zupackend und spannungsvoll, mit zitrischer Frucht und feingliederiger Säure. Das trockene Finish verlangt sofort nach dem nächsten Schluck. Milans Warnung ist berechtigt: „Dangerously drinkable – approach at your own risk!“
Danger 380 Volts 2024, Milan Nestarec, Mähren, Tschechien Ungewohntes Geschmacksbild 0,75l – 23,00 € Direkt zum Shop
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Blumenthal bei Sopron (ehemals Ödenburg) – eine Lage, die nach dem Ersten Weltkrieg beinahe österreichisch geworden wäre. Eine umstrittene Volksabstimmung teilte die Stadt Ungarn zu. Die Weinberge blieben, bestockt mit Kékfrankos – der Rebsorte, die in Österreich Blaufränkisch heißt. Péter Wetzer bewirtschaftet hier 70 Jahre alte Reben auf Lehm und Kalk. Biologischer Anbau, Low-Intervention im Keller: vier Wochen Maischestandzeit, Spontangärung, 18 Monate im großen Holzfass. Keine Schönung, keine Filtration, minimaler Schwefel. Im Bukett dunkelrote Beeren und Kirsche, getragen von erdigen und pfeffrigen Noten, Grafit und Hibiskustee. Im Mund saftig und delikat, mit seidigen Tanninen und frischem Säurenerv. Ein ungeschminkter, bodenständiger und zugleich feiner Kékfrankos von einem Meister, der mehr Aufmerksamkeit verdient. Jetzt trinkbar, mit enormem Reifepotenzial.
Kékfrankos Blumenthal OEM 2020, Péter Wetzer, Sopron, Ungarn 0,75l – 22,90 € Direkt zum Wein
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Judith 2020 ist der persönlichste Wein von Judith Beck – entstanden aus dem Wunsch heraus, einen Wein ganz nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Ein reinsortiger Blaufränkisch aus der Lage Gabarinza, der sich seit 2001 parallel zur Handschrift der Winzerin immer weiterentwickelt hat. Die Vinifikation ist bewusst zweigeteilt: Eine Hälfte der Trauben wird gerebelt und im Holzständer vergoren, die andere durchläuft eine Mazeration Carbonique – jeweils 14 Tage. Anschließend 30 Monate Reife in 502-Liter-Fässern. Kein Schwefel, keine Filtration. Kraftvoll und zugleich außergewöhnlich finessenreich. Dunkle Kirsche, Cassis und Pflaume, unterlegt von Kräuterwürze und mineralischen Anklängen. Die Mazeration Carbonique verleiht ihm Saftigkeit und eine geschmeidige Textur. Trotz seiner Intensität bleibt der Wein seidig, präzise und sehr trinkfreudig. Moderner österreichischer Blaufränkisch mit Tiefe, Eleganz und Trinkfluss. Jetzt trinken oder in zehn Jahren.
Judith bio respekt-BIODYN 2020, Judith Beck, Burgenland, Österreich 0,75l – 39,90 € Jetzt entdecken
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Foto: Österreich Wein Marketing - Robert Herbst - Ried Achleiten Wachau
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Großer Weinabend mit 12 Weinen aus Österreich und anderen Gebieten der ehemaligen k. u. k. Monarchie
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Am Samstag, dem 31. Januar, widmet das vinocentral Österreich und anderen Gebieten der ehemaligen k. u. k. Monarchie einen großen Weinabend mit zahlreichen progressiven, aber auch einigen klassischen Weinen! Folgende Weingüter sind mit einem Wein vertreten:
Österreich: Judith Beck, Claus Preisinger, Weingut Weninger (alle Burgenland) | Sepp & Maria Muster (Steiermark) | Nikolaihof, Pichler-Krutzler (beide Wachau) | Johannes Zillinger (Weinviertel) | Italien: Foradori(Trentino) | Tschechien: Milan Nestarec (Velkopavlovická/Mähren) | Ungarn: Péter Wetzer (Sopron) | Attila Homonna (Tokaj-Hegyalja)
Samstag, 31. Januar 2026, ab 18 Uhr Ort: vinocentral, Platz der Dt. Einheit 21, Darmstadt Teilnahmegebühr inklusive Degustationskarte für alle 12 Weine (12 x 0,04l) & Sitzplatzreservierung: 35 € Bei einem Weineinkauf ab 350 € am Abend der Veranstaltung gibt es 10 % Rabatt. Geeignet ab 16 Jahren
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NEU: Für diesen Weinabend bieten wir gestaffelte Startzeiten an. Der Ticketverkauf erfolgt direkt über unser Reservierungssystem. Mit der Reservierung sichert Ihr Euch automatisch Eure Tickets für die Weinprobe mit den zwölf ausgewählten Weinen. Ihr könnt Eure Startzeit frei wählen – auch vor oder nach 18 Uhr. Die Tischreservierung gilt für drei Stunden.
Wichtig: Die zwölf Weine der Weinprobe werden ausschließlich zwischen 18 und 22 Uhr ausgeschenkt.
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Angebot gültig, solange der Vorrat reicht.
I Geeignet ab 16 Jahren I I Redaktion: Janne Böckenhauer I Weinbeschreibung: vinocentral-Team I Form: Daniela Martinovic I I Geprüft durch die Öko P Zertifizierungs GmbH: DE-ÖKO-037 I
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I Unsere Anschrift: vinocentral GmbH, Platz der Deutschen Einheit 21, Darmstadt 64293, Germany I I Telefon 0049 6151 80 94 0 I www.vinocentral.de I I info@vinocentral.de I
I Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-22 Uhr, Sa 10-22 Uhr I
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