Vinarija Križ, Pelješac
Foto©VinarijaKriž
Weinbau nach biodynamischen Prinzipien
Die Hinwendung zur Biodynamie war Denis ganz persönliche Entscheidung. Er folgt den biodynamischen Prozessen und bekam dabei Unterstützung von Biodynamie-Pionier Alex Podolinsky, der ihn auf dem Weingut besuchte. Denis verstorbener Vater war offen für alle Veränderung und viele Jahre eine große Unterstützung.
Die Reben mit Pestiziden zu bearbeiten, würde unweigerlich die Kraft der natürlichen Hefen brechen. Deshalb ist der Einsatz von Pestiziden für Denis tabu. Er tut vielmehr alles, um die auf den Trauben und Böden reifenden Hefen das ganze Jahr lang zu hegen und zu pflegen. Seit 2008 ist Križ Winery ein zertifiziertes Bio-Weingut. Doch Denis wird nur solange an diesem Siegel festhalten, so lange sich die Bio-Standards mit seinen persönlichen Überzeugungen decken. In erster Linie macht er, was er selbst für richtig und wichtig hält.
Križ Winery: Perfektes Zusammenspiel der Generationen
Križ ist ein Familienbetrieb auf der Halbinsel Pelješac – einer der großen Rotweinregionen Kroatiens, wo Sonne, Meereswind und karger Karstboden die Trauben formen. Der Name des Weinguts ist dem Berg Križ entlehnt, der über dem Dorf Prizdrina thront und den steilsten und größten Weinberg der Familie schützt.
Die Wurzeln reichen tief: Weinbau auf Pelješac hat eine jahrhundertelange Tradition, und Križ versteht sich als Teil dieser Geschichte. Im Mittelpunkt stehen ausschließlich autochthone Sorten – vor allem Plavac Mali und der seltene Grk – allesamt aus eigenen Weinbergen. Im Weinberg wie im Keller wird so wenig wie möglich eingegriffen. Was zählt, ist der Wein selbst: ein ehrlicher Ausdruck des Pelješacer Karstes, seiner Aromen, seiner Mineralität und seines ganz eigenen Zeitgefühls.
Die klassische weiße Traube Grk bei
Eines Tages fand Denis auf seinem Land alte Grk-Reben. Er verglich seine Böden mit den klassischen Grk-Lagen auf der gegenüberliegenden Insel Korcula und siehe da: Sie waren identisch. So wagte er das Experiment und ließ diesen klassischen Weißwein spontan vergären. Er blieb 4 bis 7 Tage auf der Maische, ohne dass Schwefel zugeführt wurde. Das Ergebnis konnten wir bei unserem Besuch auf seinem Weingut probieren, um den Wein damals mit ins vinocentral zu nehmen, waren jedoch nicht mehr genug Flaschen vorrätig. Inzwischen hat sich der Grk bei Križ etabliert und wir sind noch größere Fans geworden
Tradition und Nachhaltigkeit sind für Križ keine Gegensätze, sondern zwei Seiten derselben Medaille. Im Weinberg wird auf schädliche Pestizide verzichtet – nicht nur aus Überzeugung, sondern aus Notwendigkeit: Nur so bleiben die natürlichen Hefen auf den Beerenhäuten intakt, die später im Keller die spontane Vergärung übernehmen. Keine Zuchthefen, keine Korrekturen – was in die Flasche kommt, ist das, was die Natur und das jeweilige Jahr hervorbringen.
Die Vinifikation folgt dem Prinzip des minimalen Eingriffs. Besonderes Augenmerk gilt dem richtigen Zeitpunkt beim Abstich und der sorgfältigen Wahl der Gefäße. Ausgebaut wird auf der Feinhefe in kroatischen Eichenholzfässern aus ungetoasteten Dauben – ein Ausbau, der Stabilität und Struktur gibt, ohne die sortentypische und lagenspezifische Eigenheit des Weins zu überdecken. Der Schwefelgehalt liegt bewusst unter 20 mg/l. Die Stärke dieser Weine liegt in ihrer Natürlichkeit – das erkennt man auch sofort in jedem Glas
