Frankreich: Domaine des Aires Hautes, Languedoc

Krise? Welche Krise? – Nicht überall im Minervois

Minervois ist ein Weinbaugebiet im Nordwesten von Languedoc-Roussillion und gilt als eines der ältesten, wenn nicht sogar das älteste Westeuropas. Hier im Süden Frankreichs, wo vor allem die preisgünstigsten Alltagsweine der Grande Nation entstehen, hört man immer wieder von Krisen im Weinbau, von Absatzproblemen durch die angebliche Billigkonkurrenz aus Spanien und von wutentbrannten Winzer*innen, die dagegen vorgehen – teils mit Gewalt. Dass hervorragende Qualität sich auch in schwierigeren Zeiten durchzusetzen vermag, beweisen jedoch unter anderem Gilles und Éric Chabbert mit ihrem seit 1938 bestehenden Familienweingut „Domaine des Aires Hautes“. Gilles ist dabei der Winzer – Éric kümmert sich nur nebenberuflich um die Vermarktung, macht sich aber hin und wieder auch gerne selbst die Hände im Weinberg schmutzig. „Klasse statt Masse“ ist die simple Lösung der Brüder für die Krise, die natürlich einiges an Willen und Können voraussetzt. Doch daran scheint es den Chabberts nicht zu mangeln.

Großer Languedoc-Wein zum kleinen Preis

Bei der Übernahme des elterlichen Betriebs im Jahr 1995 beschlossen die Brüder, sich von der Fassweinproduktion gänzlich zu verabschieden, um künftig hochwertige Flaschenwein zu vermarkten. Jeden seiner Weine wolle er in der Spitzengruppe seiner jeweiligen Kategorie positionieren, hatte Gilles Chabbert sich damals auf die Fahne geschrieben – und genau dort sind sie längst angekommen. Und obwohl – oder vielleicht gerade weil er selbst ein Diplom für Weinbau und Önologie in der Tasche hatte, holte er sich den erfahrenen Önologen Eugene Sanchez mit ins Boot. Viele Winzerkolleg*innen wären hierzu wohl zu eitel – oder zumindest zu eitel, so etwas zuzugeben. Im Weinberg setzte Chabbert schon früh auf eine naturnahe Bewirtschaftung, wehrte sich aber lange Zeit noch gegen eine ökologische Zertifizierung. Keine Lust auf Bürokratie, Kontrolle und Bevormundung. Mittlerweile trägt jedoch ein Teil der Lagen bereits das Bio-Siegel. Da sag noch mal jemand, die Gallier seien widerspenstig. Wie auch immer: Die Weinqualität der Domaine des Aires Hautes ist in jedem Fall unstrittig. Die kraft- und spannungsvollen und dabei äußerst harmonischen Weine zählen ohne Zweifel zum Besten, was man im Languedoc finden kann – und das für sensationell wenig Geld.

 

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Frankreich: Domaine des Aires Hautes, Languedoc

Krise? Welche Krise? – Nicht überall im Minervois

Minervois ist ein Weinbaugebiet im Nordwesten von Languedoc-Roussillion und gilt als eines der ältesten, wenn nicht sogar das älteste Westeuropas. Hier im Süden Frankreichs, wo vor allem die preisgünstigsten Alltagsweine der Grande Nation entstehen, hört man immer wieder von Krisen im Weinbau, von Absatzproblemen durch die angebliche Billigkonkurrenz aus Spanien und von wutentbrannten Winzer*innen, die dagegen vorgehen – teils mit Gewalt. Dass hervorragende Qualität sich auch in schwierigeren Zeiten durchzusetzen vermag, beweisen jedoch unter anderem Gilles und Éric Chabbert mit ihrem seit 1938 bestehenden Familienweingut „Domaine des Aires Hautes“. Gilles ist dabei der Winzer – Éric kümmert sich nur nebenberuflich um die Vermarktung, macht sich aber hin und wieder auch gerne selbst die Hände im Weinberg schmutzig. „Klasse statt Masse“ ist die simple Lösung der Brüder für die Krise, die natürlich einiges an Willen und Können voraussetzt. Doch daran scheint es den Chabberts nicht zu mangeln.

Großer Languedoc-Wein zum kleinen Preis

Bei der Übernahme des elterlichen Betriebs im Jahr 1995 beschlossen die Brüder, sich von der Fassweinproduktion gänzlich zu verabschieden, um künftig hochwertige Flaschenwein zu vermarkten. Jeden seiner Weine wolle er in der Spitzengruppe seiner jeweiligen Kategorie positionieren, hatte Gilles Chabbert sich damals auf die Fahne geschrieben – und genau dort sind sie längst angekommen. Und obwohl – oder vielleicht gerade weil er selbst ein Diplom für Weinbau und Önologie in der Tasche hatte, holte er sich den erfahrenen Önologen Eugene Sanchez mit ins Boot. Viele Winzerkolleg*innen wären hierzu wohl zu eitel – oder zumindest zu eitel, so etwas zuzugeben. Im Weinberg setzte Chabbert schon früh auf eine naturnahe Bewirtschaftung, wehrte sich aber lange Zeit noch gegen eine ökologische Zertifizierung. Keine Lust auf Bürokratie, Kontrolle und Bevormundung. Mittlerweile trägt jedoch ein Teil der Lagen bereits das Bio-Siegel. Da sag noch mal jemand, die Gallier seien widerspenstig. Wie auch immer: Die Weinqualität der Domaine des Aires Hautes ist in jedem Fall unstrittig. Die kraft- und spannungsvollen und dabei äußerst harmonischen Weine zählen ohne Zweifel zum Besten, was man im Languedoc finden kann – und das für sensationell wenig Geld.

 

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